Portrait des Bearded Collie´s
Der Bearded Collie, auch Beardie genannt, ist ein mittelgroßer, schlanker und aktiver Hund.
Sein Wesen ist zuverlässig, intelligent, selbstsicher und er ist ein freundlicher Arbeitshund.
Besonderes Kennzeichen der Rasse ist der charismatische Gesichtsausdruck, der durch die sanften Augen geprägt wird.
Der Blick ist nachdenklich, bisweilen auch träumerisch und doch stets aufgeweckt und forschend.
Diese Hunderasse hat eine Mimik, die einfach nur einzigartig ist und mich nur all zu oft an meine Kinder erinnert.
Besonders der ,,schelmische Gesichtsausdruck,,!

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| Ich war´s nicht |
aufgeweckter Clown |
verträumt |

Die ideale Schulterhöhe beträgt bei Rüden 53 bis 56 cm, Hündinnen bleiben etwa 3 cm kleiner.
Die Gesamtqualität und Proportionen sollten vorrangig gewürdigt werden.
Übertriebene Abweichungen von der Idealgröße sollten jedoch nicht gefördert werden.
Der Körper sollte rechteckig mit dem Verhältnis Widerrist zu Körperlänge von 4:5 sein,
gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeins bis zu den Sitzbeinhöckern.
Die Rückenlänge ergibt sich aus der Länge des Brustkorbs nicht aus der Länge der Lendenpartie. Der Rücken ist gerade.
Die Rippen sind gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig.
Die Lendenpartie ist kräftig und der Brustkorb tief, mit viel Platz für Herz und Lunge.
Es wird heute oft unterschieden zwischen dem ,,neuen Typ,, und dem ,,alten Typ,,.
Aber leider ist die jeweilige Einordnung bei vielen nur ganz einfach gehalten.
Beardie vom alten Typ: kurze Haare, gesund, nicht ängstlich od. aggressiv, wesensfest
Beardie vom neuen Typ: typische Show- u. Modehunde, lange Haare, erbkrank, ängstlich, agressiv, wesensschwach.
Wer hat das mal so festgestellt? Worauf stützen sich diese Behauptungen?
Werden nicht alle Beardies über einen Kamm gescheert?
Diese Kategorisierung greift viel zu kurz.
Es gibt so viele andere Merkmale und genetische Konstellationen,
die nicht einfach nur so mit dem unwichtigen Rassemerkmal ,,die Felllänge,, eine Rasse definieren.
Es gibt genauso wunderschöne ,,langhaarige,, und vor allem kerngesunde Beardies
und es gibt Beardies mit kürzerem Fell die erbbelastet sind.
Viel zu schnell entscheidet bei manchen nur die Frage der Fellänge.
Wenn man von der oben verbreiteten Meinung der Kategorisierung der Beardies ausgeht,
so hätten wir dann wohl beide Typen bei uns zu Hause???
Richtig ist es, dass sich unsere Hunde gravierend voneinander unterscheiden.
Klar - ist ja auch schon bedingt da Rüde und Hündin.
Aber auch vom Äußerem und vom Wesen her.
Aber ist das bei uns Menschen nicht auch so?
Nur weil jemand kurze od. lange Haare hat ist der eine dumm und der andere schlau?
Dicke Menschen sind immer krank und dünne viel sportlicher?
Kleine Menschen sind oft Giftzwerge und große Menschen wollen groß hinaus?
Nur weil jemand weiss ist und der andere schwarz ist einer weniger gut?
Aber was ist mit den Beardie-Welpen deren Eltern sowohl von dem einem, wie auch von dem anderem Typ sind?
Ein Mischbeardie?
Da wird dann eine Unterkategorie ,,gemäßigter Modebeardie,, erfunden.
Es gibt ja schon:
Beardie vom Alten Typ
Beardie vom Neuen Typ
Arbeitsbeardie
Und wie sieht die Gegenkategorisierung aus od. wie wird sie mal heißen?
Weitere Zwischenstufen???
Soviel Denkanstoß zur Frage Alter oder Neuer Typ von mir.
Ich beschreibe jetzt einfach mal unsere Hunde etwas näher.
Unser Forest hat einen anderen Körperbau - Ich sage immer quadratisch, praktisch, gut...

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| Forest - 2,5 Monate |
Forest - 3,5 Monate |
Forest - 7 Monate |
Gegen Cessy wirkt er daher eher plump und nicht so sportlich.
Aber auch er kann rennen, springen hüpfen!
Sein Fell war mit 8 Wochen zwar noch relativ kurz, aber schon sehr üppig, plüschig, teddyweich.
Nun mit 2 Jahren ist es etwas harscher, aber immer noch sehr üppig.
Seine Fellpflege nimmt dementsprechend einiges mehr an Arbeit und Zeit in Anspruch.
Bei feuchtem Wetter (Herbst) neigt besonders das weiße, weichere Fell schnell zu verkletten und dann zu verfilzen!
Forest hat sehr viel Fell zwischen den Zehen/ Fußballen.
Ich muss ihn öfters kontrollieren - gerade zur matschigen Jahreszeit,
ob sich nicht kleine Knötchen dort gebildet haben und ihm weh tun könnten beim Laufen.
Man sollte unbedingt schon mit 8 Wochen die richtige Fellpflege und Ausdauer üben - die hatte er da schon nötig!
Ich kämme ihn heute je nach Wetterlage oder erlebten Abenteuern alle 1-2 Wochen 1x gut durch.
Das kann dann aber auch schon mal gut 1 Stunde dauern oder mehr...
Und Cessy?
Zu ihr sage ich immer, daß sie lang ist wie eine Lockomotive...

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| Cessy- 2,5 Monate |
Cessy - 3 Monate |
Cessy - 4,5 Monate |
Sie ist/ wirkt im ganzen sportlicher, drahtiger und schlanker.
weil sie länger ist als Forest im Verhältnis zur Höhe.
Aber Hündinnen dürfen auch geringfügiger länger sein!
Ihr
Fell war mit 8 Wochen viel kürzer wie bei Forest, um einiges
weniger üppig, nicht plüschig, sondern eher harsch.
Mit fast 2 Jahren ist Cessy´s Fell harscher und weniger üppig wie bei Forest.
Ihre
Fellpflege ist relativ schnell erledigt. Feuchte Regentage merkt man
dem Fell nicht groß an. Da verklettet oder verfilzt nichts so schnell!
Ich
habe sie auch mit 8 Wochen an die Fellpflege und Ausdauer gewöhnt,
aber nicht weil sie es nötig gehabt hätte!
Cessy kämme ich alle 2 Wochen 1x gut durch. Alle 3 Wochen würde sicherlich auch ausreichen.
Bei ihr brauche ich gerade mal 20-30 Minuten.
Ob nun ,,alter Typ,, oder ,,neuer Typ,,

das
ist für mich letztlich eine Frage des äußeren Geschmack´s.
Den Zeitaufwand der Fellpflege bestimmt nicht unbedingt seine Länge, sondern die Struktur der Haare und die Unterwolle.
Es gibt so viele Diskusionen ,,welcher Typ,, denn nun besser sei.
Gerade auch auf Hinsicht von Erbkrankheiten, Lebenserwartung, Anfälligkeiten/ Robustheit...
Aber kaufen Sie Ihren Hund bei einem ,,guten Züchter,, so wird bereits bei der Wahl der Elterntiere genau darauf geachtet,
daß Ihr Welpe ein langes und gesundes Hundeleben vor sich haben kann.
Egal welcher Typ!
Es
können heute gewisse ,,Risikoerkrankungen,, (an anderer Stelle näher
erläutert) bei ,,beiden Typen,, ausgeschlossen werden
oder zumindest dazu beigetragen
werden,
daß die Welpenzahlen mit ,,gewissen,, Erkrankungen stark rückläufig sind (z.B. HD).
Jedoch ganz ausschließen kann man, selbst in der heutigen Zeit, mit all unserem Wissen um die Zucht, leider nichts.
Denn
es spielt immer noch der Faktor ,,Natur,, mit.
Noch längst sind nicht
alle beeinflussenden und abhängigen Faktoren ausreichend bekannt.
Diese Probleme betreffen nicht nur die Hundezucht.
Das Gewicht eines Beardies liegt, ja nachdem ob Rüde oder Hündin, zwischen 18 und 27 Kg.
Das Haarkleid ist von unterschiedlicher Struktur:
Die Unterwolle ist fein und dicht. Das Deckhaar sollte hart und zottig sein, damit der Regen nicht bis auf die Haut dringen kann.
Das Deckhaar darf gewellt sein, aber ein lockiges Fell ist laut Rassestandard absolut unerwünscht.
Getrimmt werden muss dieser Hund nicht. Er kann, wer´s mag, gerne einfach mal geschoren werden wie bei Schafen.
Der Nasenrücken ist spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist.
An
den Wangen, den unteren Lefzen und unter dem Kinn nimmt das Fell zur
Brust hin an Länge zu und bildet den typischen Bart.
Als Fellfarben kommen beim erwachsenen Hund am häufigsten alle Grau-Schattierungen bis zu lackschwarz vor,
ferner hellbraun bis schokoladen- oder rotbraun und etwas seltener blau sowie fawn,
jeweils mit oder ohne weiße Markierungen an Kopf, Brust, Pfoten und Rutenspitze.
(Am Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten)
Sofern es als Halskrause vorkommt, darf der Ansatz der weißen Haare nicht über die Schulter hinausreichen.
Weiß sollte oberhalb der Sprunggelenke nicht an den Außenseiten der Hinterläufe auftreten.
Leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen, auf der Innenseite der Ohren, auf den Wangen, unter der Schwanzwurzel,
an den Läufen, den Übergangsstellen zwischen Weiß und der Grundfarbe erlaubt.
Welpen werden in den vier Farbschlägen schwarz, blau, braun oder fawn geboren. Selten auch in Tricolor.
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| blau-weiß |
schwarz-weiß |
braun-weiß |
fawn-weiß |

tricolor
Wie beim Bobtail, werden auch beim Bearded Collie die Welpen dunkler geboren, als sie später im Erwachsenenalter sind.
Beim Bearded Collie ist ein Scherengebiß erwünscht.
Beim Fang/ Gebiss sind die Zähne groß und weiß.
Der Kiefer ist kräftig, möglichst mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss,
wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Ein Zangengebiss ist erlaubt, aber nicht erwünscht.
Die Augen sind im Farbton auf die Farbe abgestimmt, weit auseinander liegend, groß, sanft und liebevoll - nicht hervortretend.
Die Augenbrauen sind nach oben und nach vorn gewölbt, jedoch nicht so lang, dass die Augen verdeckt werden.
Der Kopf & Schädel sollte im richtigen Verhältnis zur Körpergröße sein.
Schädel
breit, flach und quadratisch. Der Abstand zwischen Stop und
Hinterhauptbein ist gleich der Breite zwischen den Ohröffnungen.
Der Fang ist kräftig und entspricht in der Länge dem Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein.
Der Gesamteindruck ist der eines Hundes mit kräftigem Fang und einem Schädel der viel Raum für das Gehirn bietet. Mäßiger Stop.
Der Nasenschwamm ist groß und quadratisch, meist schwarz, bei blauen und braunen Hunden jedoch der Hautfarbe entsprechend.
Nasenschwamm und Lefzen sollten einfarbig ohne Tupfen oder Flecken.
Die Pigmentierung der Lefzen und der Lidränder ist der Farbe des Nasenschwamms angepasst.
Die Ohren sind von mittlerer Größe und hängend.
Bei
Aufmerksamkeit heben sie sich im Ansatz bis zur Höhe des Schädels, aber
nicht darüber hinaus und lassen den Schädel breiter erscheinen.
Der Hals ist mäßig lang, muskulös und leicht gebogen.
Ein guter, gesunder Bearded ist mit guter Muskulatur ausgestattet. Er ist dabei aber schlank und sollte auf keinen Fall zu schwer gebaut sein.
Er sollte einen guten Bodenabstand zeigen und nicht zu schwer wirken.
Bei der Vorhand sind die Schultern gut schräg nach hinten liegend.
Die Läufe sollten gerade und senkrecht, mit kräftigen Knochen, rundherum mit zottigem Haar bedeckt sein.
Der Vordermittelfuß ist biegsam, jedoch ohne Schwäche.
Die Hinterhand ist gut bemuskelt mit kräftigen Unterschenkeln, gut gewinkelten Kniegelenken und tief stehenden Sprunggelenken.
Der Hintermittelfuß steht im rechten Winkel zum Boden und befindet sich im normalen Stand,
gleich hinter einer von den Sitzbeinhöckern gedachten senkrechten Linie.
Die Pfoten
sind oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und gut
geschlossen, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen.
Die Rute ist
tief angesetzt ohne Knick oder Drehung und so lang, dass der letzte
Rutenwirbel mindestens bis zu den Sprunggelenken reicht.
Im
Stand oder im Gehen niedrig mit einem Aufwärtsschwung an der
Spitze, bei schnellerer Gangart auch ausgestreckt getragen.
Niemals über dem Rücken getragen. Üppig mit Haar bedeckt.
Die Gangart ist geschmeidig, gleichmäßig fließend und weit, bei einem Minimum an Anstrengung, raumgreifend.
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum (Hodensack) befinden.
Ihr Hund sollte wenn möglich auch keinen Nabelbruch haben.
Dieser
ist, wenn er durch eine Bindegewebeschwäche hervorgerufen wurde,
erblich und sollte bei keinem Zuchttier vorhanden sein.
Ist der Nabelbruch jedoch entstanden, weil z.B. die Zuchthündin ihren Welpe zu hastig und zu kurz abgenabelt hat,
bestehen keinerlei weitere Bedenken für eine eventuelle Zucht.
Ein Nabelbruch stellt für einen Familienhund kein weiteres Problem da.
Meist wird der Bruch noch vom Tierarzt des Züchters operriert - wenn erforderlich (nicht aus kosmetischen Gründen),
was nicht so teuer ist und ein kurzer, harmloser Eingriff.
Zu wem passt ein Bearded Collie?
Der Bearded Collie braucht Gesellschaft und Beschäftigung, um nicht vor Langeweile ,,vor die Hunde zu gehen,,.
Er ist temperamentvoll, hat Spaß am Spiel und mag es nicht, wenn er ohne Betätigungsmöglichkeit zu lang alleingelassen wird.
Da könnte z.B. ein Ballspiel mit Leckerchen Abwechslung bringen.
Der Bearded Collie ist absolut begeiserungsfähig für Agility.
Voraussetzung ist dafür aber, daß der Hund nicht zu früh durch zuviel Springen überlastet wird.
Spätestens mit einem Alter ab ca. 1 Jahren ist er für Agility fit genug.
Als ehemalige Hirtenhunde braucht der Bearded Collie auch heute noch viel Bewegung und viel Auslauf.
Wer in das freundliche Gesicht, vor allem aber tief in die Augen - sozusagen bis in die Seele - eines Bearded Collies schaut,
verfällt schnell seinem Charme.
Doch so manche Hundeliebhaber, vor allem bequeme Zeitgenossen, sind mit einer weniger quirligen Rasse sicher besser bedient!
Der Beardie ist der ideale Gefährte für aktive Menschen mit viel Zeit und Humor, die auch mal fünf gerade sein lassen können.
Mit einem Bearded Collie und seinen kleinen Eigenarten zu leben ist eine Aufgabe.
Eine vergnügliche zwar, aber eine, die jeden Tag auf´s Neue fordert.
Und das ein Hundeleben lang, denn Beardies bleiben bis ins hohe Alter aktiv.
Bei artgerechter Haltung hat der Bearded Collie eine durchschnittlichen Lebenserwartung von 12-15 Jahren.
Es gibt auch Veteranen im Alter bis zu 17 Jahren.
Meist merkt und sieht man ihm das wahre Alter nicht an!
Das kann ich nur bestätigen!
Wer dieser Aufgabe gerecht wird, bekommt es mit unerschütterlicher Treue und Hingabe gedankt.

Wer sich für einen Bearded interessiert, sollte sich im Klaren sein, daß einige Mühen für die Fellpflege aufzuwenden sind.
Damit ist nicht nur regelmäßiges Kämmen und Bürsten gemeint.
Oft
muss der Vierbeiner von Grundauf ,,restauriert,, werden, nachdem er
freudig durch den größten Schlamm gesprungen ist.
Derartige Aktivitäten sollten den Besitzer eines langhaarigen Hütehundes nicht gleich aus der Fassung bringen!
Weiße Kleidung, empfindliche Teppiche, helle Möbel...

Unsere
Hunde habe ich von Anfang an daran gewöhnt, daß ich ihre
Pfoten mal eben kurz in der Dusche abspülen konnte/ kann,
Eine Schüssel oder Sprühflasche mit Wasser steht an unserer Hauseingangstür bereit - nach einem Ausflug...
Ebenso griffbereit hängen bei uns immer Abrubbeltücher...
Der Bearded Collie hat ein überaus freundliches Wesen. Er liebt seine Familie über alles.
Ständig sucht er die Nähe seiner Leute und folgt ihnen auf Schritt und Tritt im ganzen Haus, im Garten...
Beim Spazierengehen entfernt er sich nicht sonderlich weit - im Gegenteil.
Toben Kinder spielend umher, versucht er sie zu seiner Herde ,,Familie,, zurückzutreiben.
Überhaupt spielt er sehr gerne mit Kindern und steht ihnen mit Einfällen für ,,Unsinn machen,, in nichts nach!
Ein Beardie nimmt Unachtsamkeiten nicht übel, ist sowas von geduldig - besonders mit Kindern...
Das kann ich sehr gut aus eigenen Erfahrungen berichten und auch unsere Fotos können das sehr gut zeigen.
Beardies werden auf Grund dieser Eigenschaften auch gerne als Therapie-Hunde eingesetzt.
Z.B bei älteren Menschen, Behinderten oder Menschen die Angst haben vor Hunden, Kindertherapien...
Gerade letzteres kann ich ebenfalls bestens bestätigen aus eigenen Erfahrungen.
In verkürzter Form:
Unser Sohn Florian ist zwar seit Baby an mit unseren 2 inzwischen verstorbenen, großen Hunden aufgewachsen,
war mit beim Hundesport dabei... Aber als er mit 3 Jahren 1x von einem ,,nicht fremden,, Hund im Urlaub gebissen wurde
und dann noch mal als er 4 Jahre alt war, war es vorbei mit seinem Vertrauen zum Tier ,,Hund,,.
In seinem weiteren Leben, war unserem Sohn nichts anzumerken.
Unsere beiden Hunde liebte er nach wie vor und Nachbars Hunde waren ja immer an der Leine...
Unser 1. Mieter hatte einen Welpen (Bernersennen) den Florian aufwachsen sah.
Auch unser 2. Mieter hatte einen Welpen (Schäferhund).
Mit beiden spielte und tobte er rum...
Aber etwas war wohl unbemerkt zurück geblieben!
Leider bemerkten wir es erst, als wir Forest das 1. Mal beim Züchter besuchten.
Alle gingen wir in den Auslauf rein - auch Florian, denn er freute sich unheimlich auf einen neuen Hund.
Aber dummer Weise hüpfte auch die Hünden von hinten, unerwartet hinterher und streifte ihn dabei.
Florian brach in absolute Panik aus, selbst als die Hündin nicht mehr im Auslauf war.
Trotzdem wackelte Forest zu ihm rüber oder gerades deswegen???
Florian hatte sich in eine Ecke zurückgezogen (ganz raus wollte er nicht) und schrie nur ,,der beißt, der beißt...
Dabei hatte Forest noch nicht mal spitze Zähnchen...
Forest versuchte Kontakt aufzunehmen, setzte sich ruhig vor Florian hin,
legte sein süßestes Gesicht auf, stubste ihn nach einer Weile forsichtig an,
ging aber nicht weiter auf ihn zu, sondern wartete, daß Florian den nächsten Schritt tat...
Und tatsächlich beruhigte Florian sich wieder...
Zu Hause führte ich mehrere Gespräche mit unserem Sohn über Welpen, Hunde, ihre Gesten und Verhalten...
und was er in bestimmten Situationen ,,richtig,, machen kann...
Beim 2. Besuch schlossen Forest und er erste zarte Bande. Der Besuch verlief absolut harmonisch.
Vom 1. Tag an bei uns zu Hause waren sie die dicksten Freunde.
Forest hatte von Anfang an einen besonderen Draht zu unserem Sohn!

Inzwischen gehen wir auch wieder alle zusammen auf den Hundesportplatz und Florian streichelt sogar wieder fremde Hunde...
Unser
Sohn hatte gelernt, daß nicht der Hund böse war, der ihn gebissen
hatte, sondern das er nie erzogen wurde - verzogen wurde...
und sein Herrchen selber für dessen Fehlverhalten verantwortlich war.
Der Hund hatte die damalige Situation falsch verstanden und der Mensch den Hund...
Florian war damals nur der dumme Dritte.
Nun aber weiter zur Rassebeschreibung.
Der Beardie hat eine angeborene Neugier und steckt seine Nase überall rein - läßt sich so schnell durch nichts abschrecken.
Er hat ein ungestörrtes Verhältnis zu allen Haustieren. Er liebt Katzen, Hasen, Meerschweinchen usw. gleichermaßen.
Aggressionen liegen ihm fern. Auch zeigt er keine Eifersucht, wenn sich die Familie z. B. durch ein Baby vergrößert.
Mit stets fröhlichem Temperament tollt er beim Spazierengehen umher.
Zuhause zeigt er sich, aber erst nach stürmischer Begrüßung, eher ruhig.
Er passt sich gut der jeweiligen Situationen an. Darum kann man ihn auch überall hin mitnehmen.
Eine gute Erziehung macht ein Zusammenleben mit dem Beardie noch leichter.
Darum ist es sinnvoll, schon im Welpenalter, zu einer Hundesschule zu gehen.
Dort
lernt er schon früh richtiges Sozialverhalten und später eine gute
Unterordnung, so dass der Mensch stets Rudelführer ist und bleibt.
Das ,,Lernen,, macht dem Hund äußerst viel Spaß und auch den meisten Menschen,
denn mit einem gut erzogenen Beardie kann man jeder unerwarteten Situation gelassen entgegensehen.
Der Bearded Collie hat einen sehr guten Gehorsam, lernt sehr schnell und Aggression ist ihm fremd.
Er ist eine robuste Rasse ohne rassetypische Krankheitsneigungen.
Aber dennoch kann man zur Erhaltung seiner Gesundheit viel tun!
Jeder Hund sollte gegen Krankheiten wie Tollwut, Staupe, Parvovirose (Katzenseuche), Leptospirose usw.
durch eine jährliche Impfung geschützt sein.
Diesen Schutz braucht der Hund, insbesonders wenn er viel mit anderen Hunden zusammen kommt (z. B. Hundeschule).
Bei Auslandsreisen reicht der Nachweis dieser jährlichen Impfung meist aus.
Es sind aber auch eventuell besondere Bestimmungen der jeweiligen Länder zu beachten,
die z. B. beim ADAC und besonders beim Gesundheitsamt erfragen werden können.
Da die meisten Bearded Collies gerne aus verschmutzen Pfützen trinken und sonstigen Unsinn machen,
ist die Gefahr, sich Würmer einzufangen, nicht ganz auszuschließen.
Aber ein Entwurmen von Zeit zu Zeit (1-3 mal im Jahr) entledigt alle Probleme.
Ein Bearded-Welpe wächst sehr schnell - erscheint insbesondere im Vergleich zu kleineren Hunderassen - schon bald sehr erwachsen,
obwohl er doch noch ein Welpe bzw. Junghund ist, der eher mit einem Kind zu vergleichen ist.
Niemand kommt auf die Idee ein 7- oder 10- jähriges Kind auf eine Marathon-Strecke zu schicken!
Aber beim jungen Hund vergisst man dies allzu schnell!
Also sollte man stets darauf achten, ihn niemals zu überfordern.
Anfänglich nur kurze Strecken spazieren gehen, nicht zu wild toben und alles allmählich steigern.
Man sollte nie meinen ihn müde machen zu müssen, denn ein Bearded Collie wird eine Überforderung kaum zeigen.
Bei vielen nicht kleinen Hunderassen kommt je nach Rasse mehr oder weniger Hüftgelenksdisplasie (HD) vor.
Doch HD ist nicht nur erblich, sondern kann auch durch falsche Haltung provoziert werden.
Der Welpe sollte daher im ersten Jahr möglichst keine Treppe laufen und auch nicht neben einem Jogger / Fahrrad herjagen.
www.beardie-bande.info